Prävention vor der Exposition gegenüber Gefahrstoffen

Bitumen, Teer und Dieselabgase belasten die Gesundheit.

Laut einer Mitteilung der European Agency for Safety and Health at Work (EU-OSHA), sterben EU-weit jährlich knapp 80.000 Arbeitnehmer infolge der Exposition gegenüber krebserregender Substanzen. Die EU setzt nun verstärkt auf die Vereinheitlichung von Richtlinien und umfassende Schulung von Arbeitgebern und Mitarbeitern.

Krebserregende Substanzen, auch Karzinogene genannt, sind Stoffe, die Krebs verursachen und fördern können. Zu den häufigsten Substanzen gehören Verbrennungsprodukte, wie beispielsweise Dieselabgase, Bitumen, Ruß und Teer, sowie „lungengängige kristalline Kieselsäure“. Diese gelangen durch Einatmen, über die Schleimhäute oder durch die Haut in den Körper.

In dem Bericht der Agentur heißt es weiter, dass nicht jede Exposition unweigerlich zu einer Krebserkrankung führe, doch unterschiedliche Expositionsniveaus, verschiedene Auswirkungen haben könnten: Viele Erkrankungen treten sogar erst lange Zeit danach auf.

Wie man sich vor Karzinogenen schützt

Eine eingängige Risikobeurteilung, Präventivmaßnahmen und die Einhaltung der bereits geltenden, klaren EU-Richtlinien sind die bewährten Methoden zur Vermeidung von gesundheitsschädigenden Stoffen auf den menschlichen Körper.

Viele Unternehmen und Organisationen, darunter der EGB (Europäische Gewerkschaftsbund) und der Europäischer Arbeitgeberverband (BUSINESSEUROPE), haben sich dem Fahrplan zu Karzinogenen angeschlossen.

Dazu gehört die Sensibilisierung der Mitarbeiter für unsichtbare Risiken und umfassende Trainings im Umgang von giftigen Stoffen und Abfällen. Ferner sind Unternehmen in der Pflicht, präventive Aufklärung in den Betrieben zu fördern.

Beispielsweise informieren Sicherheitsdatenblätter Mitarbeiter über die Handhabung und die korrekte Lagerung von Chemikalien und geben darüber hinaus lebensrettende Hinweise, welche Notfallmaßnahmen im Falle eines Unfalls einzuleiten sind. Außerdem sollten die Betriebe intern ihre Arbeitnehmer über Hygienevorschriften oder Persönliche Schutzausrüstung in Kenntnis setzen und deren korrekten Einsatz überprüfen.

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie auf der EU-OSHA Website. Ein in 21 Sprachen übersetztes Factsheet über den Rechtsrahmen für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz in der Europäischen Union erläutert in sieben Schritten, wie Risiken zu vermeiden sind und stellt einen Pool kostenloser, interaktiver E-Tools zur leichteren Risikobeurteilung bereit.

 

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