Sommerhitze

Hohe Lufttemperaturen belasten die Gesundheit.

Pünktlich zum Sommeranfang „bricht“ Wetterhoch Ulla „den Hitze-Rekord“. So oder so ähnlich titeln dieser Tage Zeitungen und Nachrichten. Seit Beginn der Messungen war es in einem Juni an keinem Tag so heiß wie im Osten Brandenburgs, an der deutsch-polnischen Grenze, oder im sächsischen Bad Muskau.

Hitzefrei – Fehlanzeige

Vor allem Menschen, deren Arbeitsplatz außerhalb der geschützten und oft klimatisierten Büroräume liegt, ächzen unter den hohen Temperaturen und der direkten Sonneneinstrahlung.

Hier tun Maßnahmen not. Nach dem Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, für ihre Mitarbeiter, die überwiegend im Freien arbeiten, eine Gefährdungsanalyse durchzuführen und anschließend technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten. So könnten beispielsweise Sonnensegel angebracht oder temporäre überdachte Montagearbeitsplätze aufgebaut werden. Der Arbeitgeber sollte prüfen, ob die Arbeit in die frühen Morgenstunden oder den späteren Nachmittag verlegt werden kann und zusätzliche Pausen eingeplant werden können. Denken Sie aber immer auch an ausreichenden Sonnenschutz, wie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und eine körperbedeckende Arbeitskleidung.

Doch auch Büromitarbeiter macht die Hitze zu schaffen, wenn eine Klimaanlage oder schattenspendende Rollos fehlen. Klettern die Temperaturen in geschlossenen Räumen auf über 26° Celsius, könnte das zu gesundheitlichen Belastungen führen. Am meisten davon betroffen sind schwangere Frauen oder Angestellte, die körperlich schwere Arbeit leisten.  Dann muss der Arbeitgeber für Abhilfe sorgen, wie zum Beispiel mit der Lockerung von Kleiderregeln, der Anpassung der Arbeitszeiten und die Reduzierung von Wärme abgebenden elektrischen Geräten, wie Drucker oder Fax, auf ein Minimum.

Die gute Nachricht: Der Körper akklimatisiert sich an die Hitze

Die wichtigste Maßnahme, um einen Hitzeschlag zu vermeiden, ist trinken – mindestens 2-3 Liter am Tag. Wenn nötig, sollte der Verlust von Mineralien mit 1 gr. Kochsalz pro Liter Wasser ausgeglichen werden. Einen guten Tipp gibt die Ärzte Zeitung: Füllen Sie eine Sprayflasche mit Wasser und verschaffen sich ein wenig Abkühlung durch Einsprühen. In Kombination mit einem Ventilator oder eines Fächers lassen sich die hohen Temperaturen besser ertragen.

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