Arbeitsschutz – ohne Zweifel ein wichtiger Begriff für alle Arbeitnehmer. Denn Gesetze und die Durchführung des Arbeitsschutzes sollen die Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gewährleisten. Ziel ist es Unfälle und Berufskrankheiten von vornherein zu vermeiden und für alle Beteiligten eine gute Arbeitssituation zu schaffen. 

Neuer Arbeitsplatzgrenzwert für Staubpartikel

Für viele Berufsgruppen, vor allem auf Baustellen und im Handwerk, gehört Staub zum Arbeitsalltag. Hier drohen besonders durch feine Stäube versteckte Gesundheitsgefahren. Der A- und E-Staub enthält so kleine Partikel, dass sie beim Einatmen über die Atemwege aufgenommen werden und bis in die Lunge vordringen können. Dort können sie schwere gesundheitliche Schäden anrichten.
Ab 2019 werden neue Grenzwerte für verschiedene Stäube für die (A-) alveolengängige oder für die (E-) ein atembare Staubfraktion festgelegt. Eine Liste mit stoffspezifischen Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) können Sie der TRGS 900 “Arbeitsplatzgrenzwerte” entnehmen.

 

Das Mutterschutzrecht wurde grundlegend reformiert

Ziel des neuen Mutterschutzrechtes ist es Frauen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit bestmöglichen Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Arbeitgeber sind verpflichtet jeden Arbeitsplatz zu überprüfen und zu beurteilen. Dieses Gesetz gilt für alle Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, auch für Heimarbeiterinnen, Hausangestellte, geringfügig Beschäftige, weibliche Auszubildende und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Schülerinnen und Studentinnen. Das Verbot für Sonntags- und Nachtarbeit wurde branchenunabhängig eingeführt. Desweiteren werden neue Regelungen für folgende Punkte festgelegt:
– Mutterschutzfristen und Beschäftigungsverbote
– Urlaubsanspruch
– Kündigungsschutz
– Pflichten der Arbeitgeber
Details zur neuen »Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz« (MuSchArbV) finden Sie hier.

 

Einheitliche Kraftstoffkennzeichnung an Europas Tankstellen

Mit Jahresbeginn 2019 hat die Verwirrung endlich ein Ende. Ganz so groß wie an Fahrkartenautomaten ist die Verwirrung an den Kraftstoffsäulen nicht, doch auch hier war Klärungsbedarf dringend nötig. Kraftstoffe erhalten in der EU und auch in weiteren Ländern eine einheitliche Kennzeichnung. In Frankreich bereits übergreifend geändert, werden auch in Deutschland mit dem Jahreswechsel die Bezeichnungen angepasst.
Hiermit sollen vor allem Fehlbetankungen vermieden werden und Sinn macht es allemal. Warum die Menschheit unnötig verwirren?
Für benzinartige Kraftstoffe gibt es runde Symbole mit einem E und einer Zahl in der Mitte, die den prozentualen Anteil an Bioethanol darstellt. Für dieselartige Kraftstoffe gibt es rechteckige Symbole mit einem B und einer Zahl, die für den Anteil an Bio-Diesel steht.
Für gasförmige Kraftstoffe wird es rautenförmige Symbole geben und den Buchstaben LPG für Autogas. LNG steht für Flüssig-Erdgas. CNG steht für Erdgas und H2 für Wasserstoff.
Nun sollte die Verwirrung von Seiten der EU behoben sein. Also Augen auf beim Tanken und den passenden Kraftstoff rein ins Auto. Ein Fehler an der Tankstelle wird schnell zum Problem und vor allem teuer.

 

Befristete Teilzeit möglich – Arbeitszeiten, die besser zum Leben passen

Vorteil ist hier, dass mehr Beschäftigte befristet auf Teilzeitarbeit umstellen können und Teilzeitbeschäftigte können leichter wieder auf Vollzeit umstellen. Das Ziel dieses neuen Gesetzes ist es übergreifen die Arbeitszeit besser an die jeweilige Lebenssituation anzupassen.

Foto_Bundesregierung_befr.Teilzeit

 

Von einem bis zu fünf Jahren kann man von Teilzeit wieder auf die vorherige Arbeitszeit umstellen. Von dem neuen Gesetz sollen nicht nur Angestellte profitieren, sondern auch die Unternehmen. Man erreicht dadurch mehr Flexibilität und Sicherheit für alle Beteiligten. Zudem soll dieser neue Anspruch nicht an einen bestimmten Grund gebunden sein, wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen.
Wer allerdings befristet Teilzeit arbeiten möchte, muss sich vorher festlegen, um eine gute Planung und Organisation zu sichern.
Um kleine Unternehmen (unter 45 Mitarbeitern) nicht zu überfordern, sind diese von der neuen Brückenteilzeitregelung ausgeschlossen.

Overall würde ich sagen, dass es eine absolut positive Entwicklung ist Arbeitszeiten mehr an den jeweiligen Lebensrythmus bzw. Lebensphase anzupassen. Auch durch Studien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kann belegt werden, dass Frauen, sowie Männer ihre Arbeitszeit gerne individueller gestalten.
Stück für Stück wird verbessert und angepasst, abgewägt und optimiert – kurz gesagt, Anpassung an Zeit und Umstände!

Quelle/Text: DGUV, BMFSFJ, Abendblatt, BPA,
Quelle Foto Teilzeit: BMFSFJ